- Chemie
Industrieböden für die Chemieindustrie – normkonform und belastbar
Böden in der Chemieindustrie müssen extremen Anforderungen standhalten: aggressive Medien, Lösungsmittel, Öle, Säuren, basische Stoffe, Temperatureinwirkungen, punktuelle Lasten, Vibrationen und strenge Sicherheitsauflagen. Viele Altböden sind für diese Belastung nicht ausgelegt und zeigen typische Schäden wie Abplatzungen, Blasenbildung, Rissbildung, Delamination oder Feuchteunterwanderung. Gleichzeitig müssen Anlagen jederzeit auditfähig, dicht und sicher betrieben werden – ungeplante Stillstände oder Kontaminationen dürfen nicht auftreten.
Wir entwickeln Industrieböden für die Chemiebranche, die dauerhaft chemikalienbeständig, mechanisch belastbar und sicher begehbar sind. Dichte Flächen, klare Zonen, stabile Wandanschlüsse und beständige Beschichtungen sorgen dafür, dass Produktions- und Laborbereiche zuverlässig funktionieren. Auch Übergänge, Rückhaltebereiche nach WHG, Abfüllzonen und Gefahrstofflager werden präzise geplant und ausgeführt. Unsere Lösungen sind alltagstauglich, wirtschaftlich und erfüllen alle relevanten technischen und gesetzlichen Vorgaben.

Anforderungen in der Chemieindustrie
Herausforderung:
Chemiebetriebe arbeiten mit aggressiven Stoffen, die Böden dauerhaft zerstören können. Säuren, Laugen, Lösungsmittel und Öle greifen viele Beläge an.
Unsere Lösung:
Wir planen Beschichtungssysteme konsequent nach Medienkontakt. EP-, PU- oder Spezialharze werden so ausgewählt, dass sie die chemische Belastung dauerhaft standhalten. Zusätzlich sichern wir Wandanschlüsse und Fugen gegen Unterwanderung.
Herausforderung:
Gefahren durch rutschige Flächen, Verschüttungen, Leckagen oder beschädigte Zonen müssen ausgeschlossen werden.
Unsere Lösung:
Wir schaffen rutschhemmende, saubere und gut erkennbare Oberflächen. Gefahrenzonen werden markiert, Übergänge geglättet und potenzielle Leckagebereiche nach WHG ausgeführt, um Risiken zu minimieren.
Herausforderung:
Schwere Maschinen, Bewegungen, Transportfahrzeuge und punktuelle Belastungen wirken dauerhaft auf die Oberfläche.
Unsere Lösung:
Wir verstärken belastete Zonen durch Mörtelsysteme, spachteln Estrichschäden aus und sorgen für eine tragfähige, stabile Fläche – auch bei hohen Lasten und Vibrationen.
Herausforderung:
Chemiebetriebe benötigen reinigungsfreundliche Flächen, die keine Partikel abgeben und keine Medien aufnehmen.
Unsere Lösung:
Wir stellen glatte, dichte und fugenarme Oberflächen her, die leicht zu reinigen sind und keine Medien absorbieren. Ideal für Labore, Mischbereiche und Abfülllinien.
Herausforderung:
Lange Standzeiten, reduzierte Wartung und stabilere Flächen senken Umwelt- und Kostenaufwand.
Unsere Lösung:
Wir setzen langlebige Systeme ein, die Reparaturen reduzieren und durch ihren stabilen Aufbau weniger Ressourcen verbrauchen.
Normkonformität
In der Chemieindustrie müssen Böden strenge Anforderungen erfüllen – von Dichtheit über Sicherheit bis zu Medienbeständigkeit. Unsere Systemaufbauten sind darauf ausgelegt, alle relevanten Vorschriften zu erfüllen und Audit-Anforderungen jederzeit zu bestehen.
Relevante Normen & Richtlinien:
- WHG-Anforderungen für Rückhaltebereiche
- DIN 18532 – Abdichtung von befahrenen Flächen
- DIN EN ISO 45001 – Arbeitssicherheit
- DIN EN 13813 – Estrichmörtel & Beschichtungen
- DGUV-Regelwerk (Rutschhemmung, Arbeitswege)
- BetrSichV (technische Sicherheit)
- VdS-Richtlinien für Gefahrstofflager (je nach Bereich)
Branchenlösungen für die Chemieindustrie
Ideal für Bereiche mit starkem Medienkontakt: dicht, robust und dauerhaft resistent gegen Säuren, Laugen und Lösungsmittel.
Rissüberbrückend, temperaturbeständig und widerstandsfähig gegen dynamische Belastungen — ideal in Labor- und Mischbereichen.
Abdichtungssysteme für Bereiche mit wassergefährdenden Stoffen, inklusive Dichtkanten, Wandanschlüsse und genehmigungsfähigen Ausführungen.
R-Klassen für sichere Arbeitsbedingungen, selbst bei flüssigen Medien oder Reinigungsprozessen.
Sanierung beschädigter Fugen, Übergänge und Risse für dauerhaft dichte, sichere Flächen.
Für Bereiche mit schweren Anlagen oder hoher punktueller Belastung.
Projekt: Chemieunternehmen setzt auf hochbeständige EP-Beschichtung
- Praxisbeispiel
Ein international tätiges Chemieunternehmen stand vor der Herausforderung, dass sein Produktionsbereich durch Medienangriffe erheblich geschädigt war. Säuren, Laugen und Lösungsmittel hatten den Altboden über Jahre unterwandert. Die Folge waren Abplatzungen, Risse, Blasen und poröse Stellen, durch die Flüssigkeiten in tiefere Schichten gelangten. Das Risiko einer Kontamination sowie Probleme bei Audits stiegen deutlich. Zudem war die Reinigung zeitintensiv, da Rückstände in Fugen und Absätzen hängenblieben.
Unsere Analyse zeigte: Der gesamte Bereich war durchfeuchtet, und frühere Reparaturen hatten keine ausreichende Chemikalienbeständigkeit. Auch bestimmte Zonen mussten gemäß WHG ausgeführt werden. Entscheidend war, die Dichtheit dauerhaft wiederherzustellen, ohne lange Stillstandszeiten zu verursachen.
Wir entwickelten ein mehrstufiges Konzept: Zunächst wurde der Altbelag vollständig entfernt und der Untergrund durch Spezialmörtel verstärkt. Anschließend erfolgte der Aufbau eines chemikalienbeständigen EP-Systems mit zusätzlicher PU-Zwischenschicht für rissüberbrückende Eigenschaften. Rückhaltebereiche wurden WHG-konform erneuert, Wandanschlüsse abgedichtet und Gefälle für Reinigungs- und Abflussprozesse optimiert. Die Arbeiten erfolgten abschnittsweise über mehrere Wochenenden, sodass die Produktionslinie weitgehend weiter betrieben werden konnte.
Das Ergebnis: Der neue Boden hält Medien dauerhaft stand, ist dichter, glatter, schneller zu reinigen und erfüllt alle Audit-Anforderungen. Der Kunde verzeichnet seither weniger Stillstände, geringere Reinigungskosten und maximale Betriebssicherheit.
Wartung und Instandhaltung
Böden in der Chemieindustrie müssen regelmäßig kontrolliert werden, um Medienangriffe früh zu erkennen. Eine gezielte Wartung verlängert die Lebensdauer deutlich und verhindert teure Folgeschäden. Wir unterstützen Betriebe dabei, sinnvolle Intervalle zu definieren, Prüfprozesse zu vereinfachen und Risikostellen zu sichern.
So realisieren wir Ihr Projekt in der Chemieindustrie
Branchenspezifischer Projektablauf
Die besten Materialien für die Chemieindustrie
In der Chemieindustrie entscheidet die Beständigkeit eines Materials über Sicherheit und Langlebigkeit. Epoxidharz bietet hervorragende chemische Resistenz, mechanische Stabilität und dichte Oberflächen. PU-Systeme ergänzen dadurch, dass sie temperatur- und spannungsbeständig sind und leichte Untergrundbewegungen kompensieren. Estrich dient als tragender Aufbau und wird gezielt verstärkt oder repariert. Die Kombination aus EP + PU bildet in vielen Chemiebetrieben ein robustes, dauerhaft dichtes System, das den realen Belastungen sicher standhält.
FAQ: Industrieböden in der Chemieindustrie
Ein chemiebeständiger Boden muss dauerhaft beständig gegenüber Säuren, Laugen, Lösungsmitteln und produktspezifischen Medien sein. Entscheidend ist nicht nur das Material, sondern das Zusammenspiel aus Untergrundvorbereitung, Haftzugfestigkeit, geschlossenen Porenstrukturen und einem klar definierten Schichtaufbau. Wir prüfen die tatsächlichen Medien in Ihrem Betrieb, berechnen Expositionsdauer und Konzentrationen und setzen Systeme ein, die im Alltag standhalten – nicht nur im Datenblatt. So bleibt der Boden dicht, sicher und wirtschaftlich über viele Jahre nutzbar.
Untergründe müssen tragfähig, homogen und frei von entfestigten Bereichen sein. Wir fräsen oder schleifen geschädigte Zonen ab, verharzen Risse kraftschlüssig, entfernen Hohllagen und stellen Ebenheit wieder her. Zudem prüfen wir Feuchtewerte, Saugfähigkeit und Medienreste. Erst wenn der Untergrund technisch zuverlässig ist, wird ein chemiebeständiges EP- oder PU-System aufgetragen. Diese gründliche Vorbereitung verhindert spätere Unterwanderungen, Blasenbildungen oder Ablösungen und sorgt dafür, dass der Boden den realen chemischen Belastungen standhält.
Chemieanlagen verwenden sehr unterschiedliche Stoffe – von aggressiven Säuren über organische Lösungsmittel bis zu Tensiden, Alkoholen oder alkalischen Reinigern. Wir analysieren Medienlisten, Konzentrationen und Einwirkzeiten und wählen ein System, dessen Beständigkeitsprofil nachweislich passt. Epoxidharz ist in vielen Fällen die erste Wahl, PU kommt bei höheren Temperaturen oder leichten Untergrundbewegungen hinzu. Unser Ziel ist ein Aufbau, der die reale Exposition abbildet und nicht nur im Laborversuch funktioniert.
In Laboren, Produktionsbereichen oder Abfüllstationen treffen Feuchtigkeit, Medienreste und Reinigungsprozesse unmittelbar auf die Bodenoberfläche. Eine geeignete Rutschhemmung ist deshalb sicherheitsrelevant und muss gleichzeitig gut zu reinigen bleiben. Wir definieren R-Klassen gemäß DIN 51130 und passen die Oberflächenstruktur so an, dass sie sichere Stand- und Verkehrseigenschaften bietet, ohne Schmutz unnötig zu binden. Dadurch reduziert sich das Unfallrisiko im Alltag, während die Fläche hygienisch und wirtschaftlich bleibt.
WHG-relevante Bereiche wie Abfüllstationen, Rückhaltebereiche oder Zonen mit wassergefährdenden Stoffen erfordern besondere Sicherungsmaßnahmen. Entscheidend sind ein dichter, flüssigkeitsbeständiger Aufbau, definierte Übergänge, fugenarme Ausführung und dokumentierte Prüfwerte. Wir erstellen WHG-konforme Bodenaufbauten, integrieren An- und Abschlüsse fachgerecht und berücksichtigen mögliche Auffangräume. Ziel ist eine Fläche, die dauerhaft dicht bleibt und alle Anforderungen an Gewässerschutz und Betriebssicherheit erfüllt – auch bei intensiver Nutzung.
Ja, viele Sanierungen lassen sich mit geringem Stillstand durchführen. Wir arbeiten abschnittsweise, stimmen Zugänge und Sicherheitsvorgaben mit der Betriebs- oder Laborleitung ab und setzen Systeme mit schneller Wiederbelastbarkeit ein. Wichtig sind sichere Absperrungen, kontrollierte Medienfreiheit und abgestimmte Lüftung. So bleibt ein Großteil des Betriebs nutzbar, während die Sanierung ohne Kompromisse bei Qualität und Sicherheit umgesetzt wird.
Häufige Schadbilder sind Unterwanderungen durch Medien, abgelöste Beschichtungen, Blasen, Risse, Ausbrüche und entfestigte Estrichzonen. Diese Schäden entstehen oft durch falsche Beständigkeit, fehlerhafte Vorbereitung oder unzureichende Schichtstärken. Wir analysieren Ursachen, stabilisieren den Untergrund, entfernen angegriffene Bereiche und setzen ein System ein, das zu den tatsächlichen chemischen und mechanischen Belastungen passt. So entsteht ein Boden, der dauerhaft dicht und sicher bleibt.
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